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XeniadesDer Sophist Xeniades erklärte, daß es keine wahren Urteile gibt, daß alle Aussagen der Menschen falsch sind.
Xenokrates von Kalchedon (396 - 314 v. u. Z.)Xenokrates von Kalchedon leitete ab 339 die Akademie in Athen. Xenokrates arbeitete das an die pythagoreische Zahlenlehre des späten Platon zu einem umfassenden Weltsystem aus. Urgründe der Welt sind ihm das Eine (mit dem Nous identisch) und die (unbestimmte) Zweiheit, die er den platonischen Ideen gleichsetzt. Seine Erkenntnistheorie erweicht Platons strenge Trennung von Wissen und Wahrnehmen. Mit Platon lehrt er die Unsterblichkeit der Seele. Pythagoreisch ist die Anschauung vom Wirken guter und böser Dämonen. Die Einteilung der Philosophie in Physik, Ethik und Logik geht nach Sextus Empiricus (adv. Math. VII, 16) auf Xenokrates zurück.
Xenophanes von Kolophon (ca. 570 - 480 v. u. Z.)Der griechische Philosoph, Dichter und Rhapsode war der erste Begründer der eleatischen Philosophie. Xenophanes verließ, vor den Persern fliehend, seine Heimatstadt und kam schließlich nach einem unsteten Leben als Wanderer und fahrender Sänger nach Elea in Unteritalien. Kolophons Gründung und Eleas Besiedlung feierte er in Epen. Insbesondere wurde er durch seine Sillen bekannt, in denen er die homerische Religion verspottet. Berichten zufolge war er Schüler von Anaximandros und Lehrer von Parmenides. Seine Philosophie geht von der Auseinandersetzung mit dem überlieferten Götterglauben aus. Er kritisiert, daß die Menschen, darunter nicht zuletzt Homer und Hesiod, den Göttern menschliche Eigenschaften - auch die schlechtesten - zugeschrieben haben. Gegenüber der überlieferten anthropomorphistischen Mythologie entwickelte er ein pantheistisches Gottesbild, demzufolge Gott ein von der Welt ungeschiedener, diese durchwaltender Allgeist sei, der nicht mit den Menschen vergleichbar ist und alles mit der Denkkraft leitet. Dieser mit der Welt identische Gott, dieses Eine, ist nicht geworden, ist ohne Veränderung und füllt den ganzen Raum aus. Der Raum gleicht einer Kugel. Die Erde hat sich aus dem Meer gebildet, was Xenophanes aus Versteinerungen von Muscheln, die auf den Bergen gefunden wurden, schloß. Sie wird auch zweitweise wieder ins Meer versinken. Sonne und Gestirne hielt Xenophanes nicht für Götter, sondern für sich täglich neu bildende Dunstmassen. Bei Xenophanes findet sich bereits die Unterscheidung von Wissen (episteme) und Meinung (doxa). Xenophanes bestreitet, daß es ein Wissen gebe, "Meinung liegt über allem" [1]. Menschen, so Xenophanes, können über die Dinge Vermutungen anstellen, aber das Wissen davon ist das Vorrecht einer Gottheit, deren Geist ganz anders als der menschliche, unbegrenzt ist [2]. Xenophanes ist einer der ersten (oder der erste), der das Honig-Beispiel diskutiert.
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DK 21 B 34
Xenophon (ca. 430 - 354 v. u. Z.)Der Historiker und Schriftsteller Xenophon ist ein Schüler des Sokrates. Xenophon wuchs in Athen auf. Unbefriedigt über die politischen Verhältnisse in Athen beteiligte sich Xenophon an dem Unternehmen des jüngeren Kyros gegen Artaxerxes. Nach der Niederlage des Kyros bei Kunaxa 401 führten Xenophon und ein spartanischer Offizier die griechischen Söldner des Kyros unter Gefahren und Entbehrungen nach Thrakien zurück. Als Waffengefährte des von ihm bewunderten spartanischen Königs Agesilaos nahm Xenophon 394 an einem Feldzug gegen das mit Athen verbündete Theben und an der Schlacht von Koroneia teil. Deswegen aus seiner Heimatstadt verbannt, zog Xenophon sich auf ein Landgut bei Olympia zurück, mit dem ihn die Spartaner entschädigt hatten. Als die Eleer 370 Skillus besetzten, floh Xenophon nach Korinth, wo er nach Aufhebung seiner Verbannung starb. Für die Philosophiegeschichte sind seine Werke über Sokrates von besonderem Interesse. In Apomnemoneumata (Erinnerungen an Sokrates), in denen Xenophon nach seinem Ursprung und Erlebnis eine anschauliche Charakterisierung des nüchtern-praktischen Menschen, Bürgers und Lehrers Sokrates sowie eine Darstellung von dessen begriffsdialektische Lehrmethode zu geben versucht. In der Apologie, eine Schutzschrift für Sokrates, schildet Xenophon das Verhalten des Sokrates vor Gericht. Im Symposion läßt er Sokrates in geselliger und erbaulicher Unterhaltung im Hause des reichen Kallias auftreten. |