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John Garang Gedenkgottesdienst 12 in der ev. Galiläa-Samariter Kirchengemeinde in Berlin |
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John Garang de Mabior (* 23. Juni 1945 in Wagkulei bei Bor; † 30. Juli 2005 im Süd-Sudan bei einem Hubschrauberabsturz; arab. جون قرنق دي مبيور) war ein südsudanesischer Rebellenführer und Politiker.
Biografie
Der Dinka Garang wurde als der Sohn einer armen, anglikanischen Familie geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern ging er zum Sekundarunterricht nach Tansania. Er schloss sein Studium am Grinell College in Iowa, USA mit einem Bachelor of Science ab. Nach seiner Rückkehr nach Tansania bekam er 1967 eine Stellung an der Universität von Daressalam in Tansania. Er schloss sich der "University Students African Revolutionary Front" an, einem Zusammenschluss linker Intellektueller. Ugandas heutiger Präsident Yoweri Museveni, mit dem Garang seit der Studienzeit eng befreundet war, der Historiker Walter Rodney und der spätere mosambikanische Präsident Joaquím Alberto Chissano gehörten auch dazu.
1970 kehrte Garang in den Sudan zurück und schloss sich der Anyana-Bewegung an. Nach dem Ende der Rebellion 1972 erhielt Garang, wie die meisten anderen Rebellen auch, eine Position in der sudanesischen Armee. Seine militärische Ausbildung wurde 1974 in Fort Benning in Georgia, USA fortgeführt. Von 1977 bis 1981 machte er an der Iowa State University seinen Abschluss als Doktor in Wirtschaftswissenschaften (Fachrichtung Agrar-Ökonomie). 1982 unterrichtete er dann als Oberst im aktiven Dienst an der Universität von Khartum und an verschiedenen Militärschulen.
Im Jahr 1983 wechselte Garang die Fronten. Präsident Muhammad an-Numayri bestimmte ihn dazu eine Meuterei von 500 Soldaten in Bor niederzuschlagen. Garang gründete zusammen mit Kerubino Bol die Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA). Es folgte ein zwanzigjähriger Kampf für die Unabhängigkeit Süd-Sudans von Khartum. Garang führt die SPLA diktatorisch und duldet keine abweichende Meinung. Ende des Jahres 2004 musste Garang einen SPLA-internen Putschversuch von Offizieren abwehren. Diese wollten lieber Unabhängigkeit für den Süden als den jetzigen Friedensvertrag. Sie wurden von der Nummer zwei der Organisation, Salva Kiir Mayardit, geführt. Nach einer Friedensvereinbarung am 9. Juli 2005 wurde er als Erster Vizepräsident des Sudans eingeführt. Auch wurde dem Süden des Landes mittelfristig die Unabhängigkeit in Aussicht gestellt.
Am 1. August 2005 gab die Regierung Garangs Tod bei einem Hubschrauberabsturz beim Rückflug von einem Treffen mit Yoweri Museveni sowie Vertreter der USA und der EU in Uganda am 30. Juli bekannt, bei dem 13 weitere Insassen getötet wurden. Als Absturzursache wird schlechtes Wetter angegeben. Nach seinem Tod brachen in der Hauptstadt Khartum Unruhen aus. Die SPLM hat nach dem Tod ihres langjährigen Führers dessen Stellvertreter Salva Kiir Mayardit bestimmt, der damit auch zum Vizepräsidenten des Sudan nominiert wird.
Noch zwei Tage vor seinem Tod äußerte sich Garang in einem Interview gegenüber Vertreterinnen des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in seinem Hauptquartier New Site, im Süd-Sudan nahe der kenianischen Grenze. Hier hat er seine Pläne für den neuen Frieden im Süd-Sudan erläutert und die Kirche einen Partner für die künftige soziale und ökonomische Entwicklung des Landes genannt.
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Süd-Sudan

Gliederung
Zum Süd-Sudan gehören die zehn sudanesischen Bundesstaaten Gharb Bahr al-Ghazal, Schamal Bahr al-Ghazal, Warab, Al-Buhairat, Al-Wahda, A'li an-Nil, Dschunqali, Scharq al-Istiwa'iya, Bahr al-Dschabal und Gharb al-Istiwa'iya.
Unabhängigkeit
Die Sudanesische Regierung stimmte im Friedensabkommen von 2005 zu, dieser Region Autonomie zu gewähren. 2011 soll ein Referendum im Süd-Sudan stattfinden, welches über die Unabhängigkeit vom Sudan entscheiden soll.
Sudan
Sezessionskrieg im Süd-Sudan
Sudanesische Volksbefreiungsarmee
Amtssprache Englisch,Arabisch
Hauptstadt Juba (geplant)
Staatsform keine Angaben
Präsident Salva Kiir Mayardit
Fläche 597.000 km²
Einwohnerzahl 8,500,000 (Stand 2005)
Bevölkerungsdichte 14,2 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit 2011 von Sudan (erwartet)
Währung Sudanesischer Dinar
Zeitzone UTC+2
Nationalhymne keine Angaben
Kfz-Kennzeichen keine Angaben
Internet-TLD keine Angaben
Vorwahl +249
Weblinks
Gurtong Peace Project mit Informationen zu Süd-Sudan (Englisch)
zum Süd - Sudan http://www.gurtong.org/

Joan Baez We shall overcome
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