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Kunstgeschichte der Renaissance
Und hier der Klassiker...:-)))... mit ordentlichem Inhaltsverzeichnis: Jacob Burckhardt - Die Kultur der Renaissance in Italien
Pietro Perugino, Vision des hl. Bernhard Diese Epoche umfasst nur eine kurze
Zeitspanne und ist auf wenige italienische Maler beschränkt. Wegweisend
für diese Epoche ist das Wirken Leonardos. Sein Selbstverständnis
als uomo universale, eines allseits gebildeten und forschenden
Menschen wird das Ideal jener Zeit.
In der Kunst wird der Mensch nicht nur in Mimik und Gestik, sondern von seiner
gesamten Persönlichkeit her erfasst. Die Landschaft dient als Stimmungsträger,
die die Gemütsbewegungen der dargestellten Personen unterstreicht. Die
Künstler streben einen harmonischen Bildaufbau durch das Verwenden von
geometriebetonten Kompositionsschemata (Kreis, Dreieck, Halbkreis) an und
gliedern den Tiefenraum durch gestaffelte Personengruppen bzw. Landschaftsabschnitte.
Man forscht nach den Gesetzmäßigkeiten von Proportionen und Harmonien
(Goldener Schnitt). Das Selbstportrait erweitert den Themanbereich und die
Handzeichnung wird als künstlerish eigenständige Leistung anerkannt.
Nördlich der Alpen macht sich der Einfluß der Renaissance erst
zu Beginn des 16. Jahrhunderts bemerkbar
Maler:
Leonardo da Vinci (1452--1519)
Michelangelo Buonarotti (1475-1564)
Tizian (1476-1576)
Raffael Santi (1483-1520)
Matthias Grünewald (ca.1465-1528)
Albrecht Dürer (1471-1528)

Die
Baukunst
Grundriß (oben) und Aufriß (unten) eines achsensymmetrischen Zentralbaues.
Die Renaissance versteht sich als Wiedergeburt (rinascità) der Antike.
Sie bildet sich im 15. Jahrhundert in Italien aus, das die Gotik nicht vorbehaltlos
übernimmt. Der Rückgriff auf die in Italien allgegenwärtigen
Bauwerke der griechsich-römischen Vorfahren stärkt das nationale
Selbstbewußtsein in dem von Kleinstaaterei zerrissenen Land. Im Spannungsfeld
des Machtkampfes zwischen deutschem Kaiser und dem Papst gelangen die italienischen
Stadtstaaten zu gewisser Selbständigkeit, in der der Handel und damit
ein städtisches Patriziat gedeiht und das sich zu den Mäzenen (Kunstförderern)
der neuen Kunst entwickelt. Vor allem die Familie der Medici in Florenz schart
Künstler und Wissenschaftler um sich und trägt so in einem vom Dogma
der römischen Kirche unbeeinflußten Klima zur Blüte der neuen
Kunst entscheidend bei. Eine der wegweisensten Leistungen der Renaissance
ist die Entdeckung und Beschreibung der Perspektive.
Beeinflußt vom Vorbild antiker Bauten strebt der Architekt der Renaissance,
der sich wie alle Künstler dieser Zeit als Universalgelehrter versteht,
nach Klarheit, Überschaubarkeit und harmonischer Ausgewogenheit der Bauglieder.
Villa Rotonda Die Bücher des antiken Baumeisters Vitruv (1. Jht. v. Chr.)
wer-den eingehend studiert und die architektonischen Elemente der antiken
Tradition übernommen. Der Grundriß wird aus den ein-fachen geometrischen
Formen Quadrat und Kreis entwickelt, die achsensymmetrische Anordnung der
Bauteile führt zum Ideal des Zentralbaues. Die Kuppel oder der Zylinder
(Tambour) über dem Mittelpunkt hebt den Hauptraum hervor und hält
die übrigen Räume in einer gleichwertigen Unterordnung.
Da der Zentralbau mit der gottesdienstlichen Ordnung und den Hierarchievorstellungen
der Zeit nicht in Einklang stand, setzte sich im Kirchenbau ein Kompromiß zwischen Zentralbau und Langhausbau durch (Peterskirche in Rom).
Grundriß einer Kirche (Verbindung von Zentral- und Langhausbau) Grundriss
einer Kathedrale
Architekten:
Filippo Brunelleschi Florenz, Kuppel im Dom
Leone Battista Alberti Florenz, Palazzo Rucellai, Schriften zur Proportionslehre
und zur Perspektive
Donato Bramante Grundriß für St. Peter in Rom (wird später
mehrmals abgeändert)
Andrea Palladio Venedig, Vicenca
Die Bildhauerei
Ausschnitt aus der Pietà von Michelangelo Das Studium des menschlichen
Körpers an lebenden Modellen und die wissenschaftliche Erforschung der
Anatomie durch das Sezieren von Leichen erlaubt dem Bildhauer der Renaissance
einen wirklichkeitsnahen Ausdruck seiner Plastik. Verbunden mit der Wiedergabe
ausdrucksstarker Gemütsbewegungen (Erbe der Spätgotik) entstehen
Skulpturen mit individueller Ausprägung. Wie bei den antiken Vorbildern
steht die allseitige Durchmodellierung und die spannungsgeladene Verteilung
der Körpermassen (Standbein-Spielbein-Stellung) der dargestellten Figur
im Vordergrund bildhauerischer Tätigkeit. Neben der Standfigur und Bildnisbüste
tritt auch die auf Freiplätzen aufgestellte Monumentalplastik in Stein
oder Bronze, aber zunehmend auch die Gestaltung aufwendiger Wandgrabmäler
in das Tätigkeitsfeld der Bildhauerei.
Bildhauer:
Lorenzo Ghiberti (1378-1455) Bronzereliefs Baptisterium Florenz
Donatello (1386-1466) Reiterbild des Gattamelata in Padua
Michelangelo Buonarotti (1475-1564) Davidstatue in Florenz
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