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Die Familie Medici aus Florenz
Sandro Botticelli malt die Medici - Variante 2 -
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... also so geht das ja nicht ... im Grab der Medici gibt es einen sensationellen Leichenfund, und ich bastel dazu keine Seite? ... so nicht ... hier ist sie ... zunächst baue ich hier Teile des Rätselbuches der Renaissance ein und ändere sie ein wenig, damit Du die Familie der Medici ein wenig näher kennen lernst: Und den Leichenfund spreche ich am Ende dieser Seite an ... - und ich sehe es überhaupt nicht ein, die Bilder kleiner zu machen ... :-))) ..... schließlich bin ich immer diejenige, die über viel zu kleine Bilder meckert ... :-))) ... Zur Zeit der Renaissance machten sich hochrangige Amts- und Würdenträger einen wahnsinns Streß, wenn es darum ging, wie sie für die Nachwelt in Erinnerung bleiben sollten. In Kirchen wurden extra Räume und Gruften eingeplant oder eine eigene Kapelle gebaut. Manch einer bestellte sich schon zu Lebzeiten Statuen, die auf dem Grab, in der Gruft, oder aber über dem Sarg stehen solten. |
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"Il Magnifico" das ist Lorenzo di Medici (1449-92). Der größte Mäzen der italienischen Künstler und ein umfassender Sammler und Investor, wenn es um Kunst in der italienischen Renaissance ging. Daneben war er natürlich noch ein Herrscher in Florenz. Sein Enkel Lorenzo, (Duca d'Urbino, 1492-1519) hat Michelangelo beauftragt, sein Grab besonders pompös zu gestalten. Das war 1524-31. Sich selbst wollte er als sitzende Figur in der Mitte sehen und auf dem Sarkophag in liegender Position rechts die Morgenröte und links die Abenddämmerung.
Marmor, 630 x 420 cm |
Zunächst noch einmal Lorenzo di Medici, den Enkel von Lorenzo Il Magnifico, in voller Größe - und Michelangelo, der im zarten Alter von 24 Jahren, eine Skulptur, wie die Pieta erschafft, und diese Grabstellen gebaut hat:

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Jetzt die Morgenröte: |

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Und die Abenddämmerung: |

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Kommen wir nun zu einem Gemälde von Sandro Botticelli, einem sehr guten Freund der Familie Medici. Er hat in seiner Anbetung der Hirten die Medici´s und ihre Freunde verewigt. Zuerst siehst Du das normale Bild, dann kommt die Erläuterung zu den Freunden: |

Gemalt hat er es von 1470 - 75 in Tempera auf Holz, die Größe beträgt 111 x 134 cm. Es hängt in den Uffizien in Florenz und wurde 1981 restauriert.
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Wer sind also diese " MEDICI ", daß sie derart oft erwähnt werden, wenn es um die Renaissance in Italien geht?
Fangen wir mal mit dem Stammbaum an (entnommen von http://www.mega.it/ita/gui/epo/medici.htm):
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Giovanni
di Bicci
1360-1429 m.Piccarda Bueri |
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RAMO
PRINCIPALE DI CAFAGGIOLO
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RAMO
CADETTO DEI POPOLANI
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Cosimo
il Vecchio
1389-1464 m.Contessina de' Bardi |
Lorenzo
il Vecchio
1395-1440 m.Ginevra Cavalcanti |
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Piero
il Gottoso
1416-69 m.Lucrezia Tornabuoni |
Pier
Francesco
1430-76 m.Laudomia Acciaiuoli |
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Lorenzo
il Magnifico
1449-92 m.Clarice Orsini |
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Giuliano
1453-78 |
Lorenzo
il Popolano 1463-1503 Signore di Piombino |
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Giovanni
il Popolano 1467-98 m.Caterina Sforza |
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Lucrezia
1470-? m.Jacopo Salviati |
Piero
lo Sfortunato
1472-1503 m.Alfonsina Orsini |
Giulio
1478-1534 Papa Clemente VII dal 1523 |
Pier
Francesco
1487-1525 m.Maria Soderini |
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Maria
Salviati
1499-1543 m.Giovanni dalle bande nere |
Lorenzo
Duca d'Urbino 1492-1519 m.Maddalena d'Auvergne |
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Alessandro
Duca di Firenze 1511-1537 m.Margherita figlia di Carlo V |
Lorenzino
1514-1548 assassino del duca Alessandro |
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Cosimo
I
vedi ramo cadetto |
Caterina
1519-1589 m.Enrico II Re di Francia |
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Francesco
I
1541-1587 m.Giovanna d'Austria e Bianca Cappello |
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Maria
1573-1642 m.Enrico IV Re di Francia |
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Cosimo
II
1590-1621 m.Maria Maddalena d'Austria |
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Leopoldo
Cardinale 1617-1675 | |
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Cosimo
III
1642-1723 m.Margherita Luisa d'Orléans |
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Anna
Maria Ludovica
1667-1643 m.Giovanni Guglielmo Neuburg Elettore Palatino |
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Gian
Gastone
1671-1737 m.Anna Maria di Sassonia |
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Die Medici (Bank des 14. Jahrhunderts) (klick mal... ein Link auf die Homepage von Prof. Dr. Peter Zahn von der HU Berlin zum Florenz der Medici. (toll gemacht).. und das ist nicht der Text, der jetzt kommt...sondern etwas anderes... |
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Die Medici waren eine florentinische Bankiersfamilie, die drei Jahrhunderte (ab 15. Jh.) lang praktisch ganz Florenz (Toskana) beherrschte. Die Medici sind seit dem frühen 13. Jahrhundert als Händler und Bankiers in Florenz vertreten, und seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auch in öffentlichen Ämtern der Stadt. Internationale Handelsverbindungen und Geldgeschäfte machten die Medici zu einer der reichsten Familien des 15. Jahrhunderts in Italien. Unter seinem ersten namhaften Vertreter, Giovanni di Bicci (1360 -1429), stieg das Haus Medici zum Bankhaus der Kurie auf und wurde in Florenz zu einer nicht zu übergehenden Macht, die geschickt zwischen Adel und dem Volk seine Macht ausbaute. Giovannis Sohn Cosimo de' Medici, genannt Cosimo der Alte (1389 -1464), übernahm 1434, ohne ein offizielles Amt auszuüben, praktisch die Herrschaft in Florenz und wurde zum reichsten Mann Italiens. Unter seinem Enkel Lorenzo dem Prächtigen (1449-1492) stieg Florenz zur politisch und kulturell führenden Macht in Italien auf. Lorenzos zweiter Sohn Giovanni wurde 1513 als Leo X. zum Papst gewählt; 1523 kam mit Klemens VII., einem Vetter Giovannis, ein weiterer Medici auf den Stuhl Petri.
Lorenzos ältester Sohn Piero der Unglückliche (1472 -1503) wurde 1494 von Savonarola aus der Stadt vertrieben; die Medici konnten sich erst 1512 unter Pieros Sohn Lorenzo (1492 -1519), der 1516 von seinem Onkel Leo X. zum Herzog von Urbino ernannt wurde, wieder in Florenz niederlassen. 1527 wurden die Medici erneut aus Florenz vertrieben, konnten aber 1530 mit Hilfe Kaiser Karls V. wieder zurückkehren. Lorenzos Sohn Alessandro (1511 -1537) wurde 1532 von Karl V. zum Herzog von Florenz erhoben, und 1533 heiratete Alessandros Schwester Katharina König Heinrich II. von Frankreich. 1537 wurde Alessandro von Lorenzino aus der jüngeren Linie der Medici ermordet; damit erlosch die ältere Linie. Alessandros Nachfolge in Florenz übernahm Cosimo I. (1519 -1574) aus der jüngeren Linie; er wurde 1569 von Papst Pius IV. zum Großherzog der Toskana erhoben, und Kaiser Maximilian II. bestätigte Cosimos Sohn und Nachfolger Francesco (1541 -1587) den Titel eines Großherzogs. Francesco war mit Maximilians Schwester Johanna verheiratet, und ihre Tochter Maria heiratete um 1600 König Heirich IV. von Frankreich. Francescos Nachfolge übernahm sein Bruder Ferdinand (1549-1609). Die jüngere Linie erlosch 1737 mit Francescos Ururenkel Gian Gastone. Die Toskana fiel an Herzog Franz Stephan von Lothringen, den Gatten Maria Theresias.
Den Kunstbesitz der Medici schenkte Gian Gastones Schwester Position in der Republik, indem er einige seiner Gegner verbannte und andere durch überhöhte Steuern in den Ruin trieb, und änderte die Verfassung der Republik zu seinen Gunsten. Sein Geschäftssinn machte ihn zum wohl reichsten Mann Italiens und kam nicht nur seiner Familie, sondern auch der Stadt Florenz zugute. Cosimo engagierte Künstler, Architekten und Gelehrte; er ließ den Stadtpalast der Medici in Florenz errichten, unterstützte die Platonische Akademie in Florenz und legte den Grundstein für die Biblioteca Medicea Laurenziana. Er förderte die Landwirtschaft, die Seidenindustrie und den Handel; außenpolitisch suchte er den Frieden in Italien durch ein Kräftegleichgewicht zwischen den italienischen Staaten und deren Unabhängigkeit von ausländischen Mächten zu sichern.
Lorenzo de' Medici[ genannt il Magnifico ("der Prächtige")], (1449 -1492), Stadtherr von Florenz, einer der bedeutendsten Förderer von Kunst und der Wissenschaft in der Zeit der Renaissance. Lorenzo wurde am 1. Januar 1449 in Florenz geboren. Nach dem Tod seines Vaters Piero de' Medici übernahm er sowohl die Leitung der Bank der Medici als auch zusammen mit seinem Bruder Giuliano das Prinzipat (die Stadtherrschaft) in der Florentinischen Republik. Lorenzo heiratete in die adlige Orsini -Familie ein. Er regierte, ohne die althergebrachten republikanischen Institutionen anzutasten. Das Ansehen seiner populären, gut funktionierenden Regierung in der Stadt und ihren Schutzgebieten wurde lediglich dadurch beeinträchtigt, daß er 1472 einer brutalen Plünderung der aufständischen Stadt Volterra zustimmte. 1478 verübten Mitglieder der rivalisierenden Familie der Pazzi, unterstützt von Papst Sixtus IV., einen Mordanschlag auf die Medici -Brüder; Giuliano wurde getötet, Lorenzo konnte fliehen.
Das Volk von Florenz, auf der Seite der Medici, übte blutige Rache an den Anhängern des Papstes. Der Papst erklärte im Bündnis mit Neapel Florenz den Krieg. Lorenzo konnte den Krieg für sich entscheiden, indem er mit König Ferdinand I. von Neapel Frieden schloß. Seiner Popularität in Florenz nahm daraufhin noch weiter zu, so daß er, immer unter Wahrung der republikanischen Staatsform, seine Macht weiter ausbauen und durch eine Verfassungsänderung (Einrichtung eines Rates de r Siebzig, der sich nur aus Medici-Anhängern zusammensetzte) fürstenähnliche Autorität gewinnen konnte. In der Außenpolitik gelang es Lorenzo durch geschickte Diplomatie, das Gleichgewicht zwischen den größeren italienischen Mächten wiederherzustellen.
Cosimo I. de' Medici (1519-1574) war der Herzog in Florenz (1537 -1574) und Großherzog der Toskana (1569 -1574) aus der jüngeren Linie der Medici. Cosimo folgte 1537 dem ermordeten Alessandro de' Medici als Herzog in Florenz nach. Cosimo gelang es, sich gegen sowohl die Umsturzversuche als auch die Ansprüche auf Mitsprache seitens des florentinischen Adels durchzusetzen und eine absolutistische Herrschaft zu errichten; zur Umsetzung der Zentralisierung und damit verbunden der Bürokratisierung des Staatswesens ließ er die Ämtergebäude der Uffizien in Florenz bauen. 1555 erob erte er die Republik Siena, und 1569 erhielt er von Papst Pius IV. den Titel eines Großherzogs der Toskana als Kompensation für die vergeblich erhoffte Königswürde von Korsika. Selbst künstlerisch engagiert, förderte Cosimo Kunst und Wissenschaft in Florenz. Uffizien ? berühmte Galerie in Florenz
Katharina von Medici (1519-1589) war die Königin von Frankreich (1547 -1559) und Mutter der letzten drei Könige aus dem Hause Valois. Sie hatte entscheidenden Einfluss auf die Politik während der Hugenottenkriege und gab den Anstoß zum Massaker der Bartholomäusnacht. Katharina wurde am 13. April 1519 in Florenz als Tochter des florentinischen Stadtherrn Lorenzo de' Medici geboren. 1533 heiratete sie den Herzog von Orléans, der 1547 als Heinrich II. König von Frankreich wurde. Während der Regierungszeit ihres Mannes und ihres Sohnes Franz II. hatte sie relativ wenig Einfluß, aber nach dem Tod von Franz 1560 übernahm sie die Herrschaft. Sie führte die Regentschaft für ihren zweiten Sohn Karl IX. bis zu dessen Volljähr igkeit 1563 und bestimmte auch danach noch seine Politik.
Maria von Medici (1573-1642) war Gemahlin des französischen Königs Heinrichs IV. und Mutter Ludwigs XIII. Sie war die Tochter von Francesco de' Medici, Großherzog der Toskana, und wurde in Florenz geboren. 1600 heiratete sie Heinrich IV. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor; der älteste Sohn wurde nach der Ermordung seines Vaters im Jahr 1610 König Ludwig XIII. Bis zur Volljährigkeit des jungen Königs führte Maria die Regentschaft.
So, und nun zu den Leichenfunden.
Das kannst Du überall nachlesen, meine Meinung dazu ist sehr kontrovers, denn ich finde es ausgesprochen fragwürdig, Gräber zu öffnen, auch wenn man noch so etwas Spannendes dabei findet ... :-((( ... und das war´s schon ... übrigens möchte ich auch nicht, daß meine Leiche irgendwann mal ausgebuddelt wird, und Lorenzo de' Medici und seine Familie hätten das bestimmt auch nicht gewollt ..:-)))... allerdings bin ich schwach geworden, als um die Erstellung der Tutanchamun Seiten ging, diese Funde von Howard Carter sind aber auch wirklich unglaublich faszinierend...:-))).... nachlesen kannst Du die Medici Funde es z. B. hier:
Der
grausige Fund im Grab der Medici
Geheimkammer voller Leichen. Neue Rätsel um die berühmte Herrscherfamilie
aus Florenz.

Florenz
- Es ist stickig, die Luft ist feucht. Es riecht nach Moder und Verwesung.
Acht schmale Stufen führen hinab zu der unterirdischen Geheimkammer
- dem italienischen Chef-Paläopathologen Professor Gino Fornaciari
(49) und seinen Männern steht der Schweiß auf der Stirn. Atemlose
Stille, als sie plötzlich auf eine etwa 30 Quadratmeter große,
zweieinhalb Meter hohe Gruft stoßen.
Fast 300 Jahre blieb sie unentdeckt! Fornaciari: "Faszinierend und gespenstisch zugleich. Überall lagen Leichen."
In der Krypta unter den berühmten Medici-Kapellen befindet sich der
Leichnam des letzten Medici-Herrschers, Großherzog
Gian Gastone sowie die Gebeine von acht weiteren Toten - zumeist
Säuglinge und Kinder.
Was für ein spektakulärer Auftakt zu der beispiellosen "Operation
Medici". Italienische und amerikanische Experten wollen insgesamt 49 Medici-Gräber
öffnen. Geklärt werden sollen Lebensumstände, Krankheiten,
Gerüchte über mysteriöse Giftmorde und die Todesursachen
der Angehörigen der legendären Bankiersdynastie, die Florenz drei
Jahrhunderte lang beherrschte.
Die unterirdische Geheimkammer liegt unter der sichtbaren Grabstätte
Gian Gastones. "Die Identität der acht weiteren Toten ist noch unklar",
sagt Fornaciari. Bislang stehe lediglich fest: Es handelt sich um die Leichen
dreier Neugeborener sowie zweier Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren,
außerdem seien die Gebeine zweier älterer Kinder sowie eines
etwa 20-jährigen Menschen in der Krypta.
Die Wissenschaftler vermuten, dass die Toten alle Angehörige der Medici
sind. Fornaciari: "Einer der jungen Knaben trägt noch die Überreste
einer Krone in der Form eines Blumengebindes." Mehrere Leichen seien in
mumifiziertem Zustand, bei einigen konnte man das Geschlecht noch nicht
feststellen.
Scheinwerfer verwandeln das Dunkel der Kammer in gleißendes Licht:
Penibel versuchen die Forscher, selbst kleinste Knochenteile vom Boden der
Krypta zu retten. "Einige Särge wurden bei der großen Überschwemmung
1966 beschädigt, andere sind noch intakt."
Das Projekt zur Exhumierung der Medici-Herrscher wird insgesamt zwei Jahre
dauern. Bislang gelang es den Experten vier Leichen in den Medici-Kapellen
ans Tageslicht zu befördern: Die Gebeine von Großherzog Cosimo
I. (1519-1574), seiner Ehefrau Eleonora von Toledo sowie ihrer Kinder Giovanni
und Garzia.
Erste Überraschung: Die bisherige Annahme der Historiker, dass viele
Medici an Gicht gelitten hätten, gerät ins Wanken; einer der großen
Herrscher wird sogar bis heute "Piero der Gichtige" genannt.
"Eine erstaunliche Entdeckung ist, dass Cosimo I. entgegen aller bisherigen
Behauptungen keine Gicht hatte", meint Fornaciari nach ersten Untersuchungen.
Statt an der Stoffwechselerkrankung habe er an einer erblichen Gelenkkrankheit
gelitten. Untermauert wurde dagegen die Annahme, dass seine Frau und die
beiden Kinder nach einer Reise an Malaria starben - Schluss also mit dem
Gemunkel über einen Meuchelmord. Für eine Woche verlässt
jetzt jeder Leichnam seinen Sarg. Alle Skelette und Kleidungsstücke
sollen einer DNA-Analyse unterzogen werden.
Bereits vor einigen Jahren hatten italienische Forscher in Palermo den Sarkophag
von Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250) geöffnet - und
dabei ebenfalls eine Überraschung erlebt: In dem Sarg lagen neben Friedrich
die Leiche einer Frau und eines weiteren Mannes - angeblich handelt es sich
um eine "italienische Adelige" und einen entfernten Verwandten. dpa/HA
erschienen am 12. Juli 2004 in Aus aller Welt
Wissenschaftlerin Donatella Lippi (Uni Florenz) am geöffneten Grab von Gian Gastone. Foto: ap
http://www.abendblatt.de/daten/2004/07/12/317314.html
Jegliche Bilder der unterschiedlichsten Künstler von 1200 - 1800 in ansprechender Größe findest Du hier:
http://gallery.euroweb.hu/welcome.html
... und mache bloß den Lautsprecher aus, die Bilder sind so vielfältig, wie die Musik nervig ist :-))))
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